Gewinnerbetriebe
Sechs Handwerksbetriebe, die sich besonders vorbildlich für gesunde und familienfreundliche Arbeitsbedingungen einsetzen, wurden im November 2010 als Sieger im Wettbewerb „Familie + Gesundheit zählt!“ von der Handwerkskammer Münster ausgezeichnet.
Bitte klicken Sie auf die einzelnen Kategorien, um Näheres über die Gewinnerbetriebe zu erfahren.
Gewinner der Kategorie I: Betriebe mit bis zu 15 Beschäftigten
Gewinner der Kategorie I: Betriebe mit bis zu 15 Beschäftigten
Tischlerei Vennemann
10 Beschäftigte
incl. Geschäftsleitung
Tischlerhandwerk
Kontakt:
Frank und Birgit Vennemann
Lortzingstraße 35
46282 Dorsten
Tel. 02362 / 44141
info@vennemann-tischlerwerkstaette.de
www.vennemann-tischlerwerkstaette.de
„Das Drumherum ist hier entscheidend“
Die Tischlerei Vennemann wurde 1899 gegründet. Mittlerweile wird das Unternehmen in der vierten Generation durch Frank und Birgit Vennemann geführt. Der Betrieb bietet mit seinen insgesamt zehn Beschäftigten ein umfangreiches Sortiment von Einbaumöbeln über Treppen, Fenster und Türen bis hin zu Holzterrassen und auch Leistungen im Bereich Sanierung und Reparatur.
Die Beschäftigten sind langjährig im Unternehmen und schätzen es, dass die Geschäftsleitung von einem guten sozialen Miteinander und gesunder Arbeitsgestaltung persönlich überzeugt ist.
Im Bereich Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung engagieren sich die Vennemanns schon sehr lange. So wurden eine Rückenschule, der Besuch des Fitnessstudios sowie Kurse zum Stressabbau gefördert. Auf das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung durch die gewerblichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird streng geachtet.
Frank und Birgit Vennemann betätigen sich selbst sportlich und stellen somit ein Vorbild für ihre Beschäftigten dar. Auf Sporttermine der Teammitglieder, aber auch auf die eigenen, wird bei der betrieblichen Terminplanung Rücksicht genommen.
Die Frühstückspause verbringt der Chef so gut wie immer mit seinem Team. Einerseits wird so die Einhaltung der Pausenzeiten gewährleistet, andererseits findet der innerbetriebliche Austausch ganz informell und automatisch statt.
Nicht nur in dieser Hinsicht wird vorbildlich gehandelt: Mehr- oder Minderarbeit wird über ein Arbeitszeitkonto geregelt, welches die Beschäftigten aktiv für private Bedürfnisse nutzen. Über wöchentliche Teambesprechungen am Donnerstagmorgen werden sie über die derzeitige und zukünftige Auftragslage informiert. Lob und Kritik sind von beiden Seiten möglich.
Im Sommer werden Grillfeste durchgeführt, um das Miteinander zu
fördern. Das Angebot, sich mit dem Chef auch über private Probleme auszutauschen, besteht immer. Weiterhin ist das Engagement und die mehrmalige stufenweise Eingliederung eines älteren Mitarbeiters mit einem Bandscheibenvorfall und langer Krankengeschichte absolut nachahmenswert. Frank Vennemann dazu: „Das gehört für uns zum Miteinander dazu. Das Drumherum ist hier entscheidend.“
Die Familie Vennemann managt neben ihrem Betrieb die eigene Familie mit drei Kindern und ermöglicht auch ihrer Bürokraft, das eigene Kind bei Engpässen mit in das Unternehmen zu bringen oder von zu Hause aus zu arbeiten.
Gewinner der Kategorie II: Betriebe mit 16 bis zu 50 Beschäftigten
Gewinner der Kategorie II: Betriebe mit 16 bis zu 50 Beschäftigten
Brot & Wein Bäckerei Geelink
32 Beschäftigte
incl. Geschäftsleitung
Bäcker- und
Konditorenhandwerk
Kontakt:
Wilhelm und Marita Geelink
Freiheit 5
48691 Vreden
Tel. 02564 / 98203
office@geelink.de
www.geelink.de
„Wir brauchen ‚frische’ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!“
Die Bäckerei Geelink besteht seit 1955. Wilhelm Geelink und Marita Geelink führen das Unternehmen mit seinen 32 Beschäftigten in zweiter Generation. Produziert und verkauft wird am Stammsitz in der Vredener Innenstadt. Zudem vertreibt der Betrieb seine Brot-, Konditorei- und Weinprodukte sowie Feinkost über Markstände im Westmünsterland.
Das Untenehmen besticht durch seine ungewöhnliche Haltung und seine Aktivitäten im Bereich der Vereinbarkeit von Kindern und Beruf: Die Frauen im Verkauf und in der Produktion werden trotz Familienverantwortung gezielt durchgängig und in Vollzeit oder vollzeitnahem Umfang beschäftigt. Besonders imponierte der Jury die bewusste Einbeziehung des Partners bzw. der Partnerin des jeweiligen Teammitgliedes in die Vereinbarkeitsproblematik. In einem Gespräch mit dem Paar werden gemeinsam Lösungen entwickelt, um Familie und Beruf für beide Elternteile gleichermaßen zu regeln.
Wilhelm Geelink fasst seine Haltung so zusammen: „Wir brauchen ‚frische’ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Spaß an der Arbeit haben und nicht wegen der Familie die Nacht zum Tag gemacht haben!“
Konkrete Maßnahmen im Gesundheitsbereich wurden zusammen mit der Krankenversicherung Vereinigte IKK strategisch entwickelt: Im Gesundheitsbus der Kasse konnten die Beschäftigten ihre Fitness überprüfen und sich ärztlich untersuchen lassen. Physiotherapie und Besuche im Fitness-Studio wurden betrieblich unterstützt. In einer speziellen Schulung erhielten die Beschäftigten wichtige Hinweise zum richtigen Heben und Tragen der nicht selten sehr schweren Backwaren.
Weitere Maßnahmen zur Gesundheitsförderung oder zur Vereinbarkeit der Pflege von Angehörigen mit den Anforderungen an die Arbeit werden im Austausch mit den Teams oder den jeweils Betroffenen entwickelt. Das Klima des Unternehmens kann als „fürsorgesensibel“ bezeichnet werden. Wilhelm Geelink beschreibt es als eine „Kultur des Miteinanders“.
Die Beschäftigten werden nicht nur angehalten, Verbesserungsvorschläge ins Unternehmen zu tragen, sie praktizieren dieses auch mit großem Eifer. Marita Geelink dazu: „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „experimentieren“ gemeinsam. Alle haben Ideen, um Neues auszuprobieren, auch unsere Azubis!“ Und damit die Einfälle der Beschäftigten nicht zur Mangelware werden, achtet die Geschäftsleitung bei Neueinstellungen darauf, dass nicht nur junge Fachkräfte nachrücken, sondern Beschäftige jedes Alters und jeder Nationalität mit ihren unterschiedlichen Einstellungen und Werten das Unternehmen bereichern.
Wilhelm und Marita Geelink sind ihren Beschäftigten selbst ein gutes Vorbild für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ihr Kind wächst wie selbstverständlich im Ladenlokal und in der Backstube mit auf. Die Verantwortung für die Betreuung der Tochter teilen sich die Eltern gleichmäßig auf.
Gewinner der Kategorie III: Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten
Gewinner der Kategorie III: Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten
Tenbrink Objekteinrichtungen GmbH
170 Beschäftigte
incl. Geschäftsleitung
Tischlerhandwerk
Kontakt:
Hubert Thesker
Tobias Böing
Industriestraße 4-6
48703 Stadtlohn
Tel. 02563 / 9100
info@tenbrink.de
www.tenbrink.de
„Unsere Beschäftigen und deren Familien stehen im Mittelpunkt!“
Das Unternehmen Tenbrink Objekteinrichtung wurde als Tischlerei im Jahr 1928 von Josef Tenbrink gegründet. Das Traditionsunternehmen wird heute in dritter Generation von Winfried Tenbrink geleitet. Seit 2006 sind zusätzlich Hubert Thesker und Manfred Terliesner als geschäftsführende Gesellschafter im Unternehmen Tenbrink tätig. So hat sich Tenbrink in Stadtlohn in seiner über 80-jährigen Firmengeschichte vom Hersteller für Kirchenbänke hin zu einem profilierten Allrounder bei der Renovierung von Objekten im In- und Ausland entwickelt.
Der Schlüssel zum Erfolg sind die rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die wie Mitunternehmer in eigenverantwortlichen Teams Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und selbstständig handeln. Das bedeutet, Arbeitszeiten flexibel gestalten zu können, um der Familie gerecht zu werden.
Die maximalen Entscheidungsspielräume schaffen optimale Ergebnisse, was durch die hohe Motivation und das stetige Engagement der Belegschaft unter Beweis gestellt wird. Das Unternehmensleitbild stellt insbesondere die Fairness und gegenseitige Wertschätzung in den Vordergrund. Zum Thema Mitarbeiterführung heißt es im Leitbild: „Ein von Fairness, gegenseitigem Respekt und Vertrauen geprägtes Umfeld bildet die Basis der Zusammenarbeit“. Dieser Respekt wird natürlich auch schon den Azubis gezollt. Sie werden bei Tenbrink stark gefördert und genießen eine große Aufmerksamkeit.
Ein weiterer Baustein der vorbildlichen Betriebsführung ist das Gesundheitsprogramm im Hause Tenbrink. Winfried Tenbrink formuliert dies so: „Unsere Beschäftigten und deren Familien stehen bei uns im Mittelpunkt unterschiedlichster Entscheidungen und so ist uns, neben dem Spaß an der Arbeit, ihre Gesundheit besonders wichtig.“ Seit 2008 werden neben zahlreichen Sportkursen auch Seminare zu Themen wie Ernährung, Stressmanagement, Raucherentwöhnung oder Entspannungsworkshops angeboten. Die teamübergreifende Kommunikation bei dem wöchentlichen Sportprogramm trägt maßgeblich zur Verbesserung des Betriebsklimas bei. Begleitet werden diese Aktivitäten von der Redaktion der Mitarbeiterzeitschrift „insight“ sowie einem Internetauftritt, der die Leistungen der Belegschaft voranstellt.
Die gesamten Maßnahmen der Firma Tenbrink sind so beeindruckend, dass auch Lieferanten und Partner sich mit der Unternehmensphilosophie identifizieren und mit großem Engagement das gemeinsame Ziel - Kunden zu begeistern - verfolgen.
Die Professionalität, verbunden mit Herzlichkeit und Weitsicht, sowie die Bereitschaft, Geld in die Förderung der Belegschaft zu investieren, hat die Jury sehr beeindruckt. Eine derart komplexe Förderung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den sportlichen Aktivitäten und den Schulungen ist vorbildhaft und rechnet sich auf Dauer, denn motivierte und zufriedene Teams leisten mehr und binden sich stark an das Unternehmen.
Sonderpreis Familie
Sonderpreis Familie
Cibaria GmbH - ökologisch-biologische Vollkornbäckerei
37 Beschäftigte
incl. Geschäftsleitung
Bäcker– und Konditorenhandwerk
Kontakt:
Rike Kappler
Bremer Str. 56
48155 Münster
Tel. 0251 / 67547
info@cibaria.de
www.cibaria.de
„Denn bei uns sind alle Mensch!“
Die Cibaria GmbH produziert seit ihrer Gründung vor gut 20 Jahren am Standort in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof in Münster. Dort ist auch das Ladenlokal der Vollkornbäckerei mit Bistro-Bereich und Naturkostprodukten für den täglichen Bedarf. In erster Linie vertreibt die Bäckerei ihre Brot- und Backwaren über Marktstände auf mehr als 20 Wochenmärkten sowie über fast 50 Bio- und Hofläden im Münsterland. Cibaria hat 37 überwiegend weibliche Beschäftigte.
Die Jury war von der ausgeprägten Rücksichtnahme des
Unternehmens auf die familiären Belange der Beschäftigten beeindruckt: Die Fachkräfte sind dauerbeschäftigt und arbeiten in individuellen Teilzeit- sowie Vollzeitarbeitsverhält-nissen. Die Arbeitszeit wird über ein
Arbeitszeitkonto und über den Ausgleich von Plusstunden durch Freizeit geregelt. Dazu Rike Kappler: „Das ist in unserer Branche längst nicht selbstverständlich.“
Auf allen Organisationsebenen besteht eine hohe Transparenz über die Unternehmensentwicklungen. Probleme sind nicht nur Chefsache. Mit den verschiedenen Teams werden regelmäßig Besprechungen zur Erarbeitung gemeinsamer Lösungen durchgeführt. So ist jeder einbezogen und „was nicht passt, wird passend gemacht“. Die Vielzahl unterschiedlicher Arbeitszeitverhältnisse im Verkaufsbereich hat jüngst dazu geführt, dass das Unternehmen zusammen mit den Verkäuferinnen Regelmechanismen entwickelt hat, um die Arbeitsorganisation wirtschaftlicher zu gestalten.
Durch ein klares Stellvertretungssystem können alle Teammitglieder, auch die Führungskräfte, kurzfristig ersetzt werden, ohne dass die Betriebsorganisation stärker beeinträchtigt wird. Langzeiturlaube oder Reha-Aufenthalte werden befürwortet, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu erhalten. Zur Stressreduzierung erhält das Führungsteam ein regelmäßiges Gruppencoaching. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bei Erkrankung ihrer Kinder angehalten, die gesetzlichen Kinderbetreuungstage zu nutzen. Der häufige Ausfall einer schwerbehinderten Mitarbeiterin bedingt durch die Pflege eines Angehörigen wird betrieblich mitgetragen.
Cibaria setzt sich außergewöhnlich für die Ausbildung und berufliche Orientierung von Mädchen ein. Fachkräftemangel ist deswegen hier kein Thema. Die Azubis werden gern übernommen, aber auch dazu angehalten, ihre Berufserfahrungen in anderen Betrieben zu erweitern und über den Tellerrand hinaus zu schauen. Die Einstellung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von außen wird genutzt, um zusätzliche Ideen ins Unternehmen zu holen.
Geschäftsführerin Rike Kappler ist persönlich von der Notwendigkeit einer familienfreundlichen und lebensphasenorientierten Ausgestaltung ihrer Arbeitsplätze überzeugt. „Bei uns sind alle Mensch! Verantwortung für Menschen und Umwelt gehören zusammen.“ Alle Aktivitäten dienen der langfristigen Motivation ihrer sehr speziell qualifizierten Fachkräfte. Sie selbst setzt sich für eine Vielzahl von sozialen Gruppierungen, Vereinen und Einrichtungen ein und betreibt ein vielfältiges Sponsoring. Gemäß dem Grundsatz „Tue Gutes und rede darüber!“ stellt Cibaria sich über seine Homepage, einen monatlichen Newsletter und über aktive Presse-arbeit in vorbildlicher Art und Weise nach außen dar.
Sonderpreis Gesundheit
Sonderpreis Gesundheit
MBH Masschinenbau & Blechtechnik GmbH
235 Beschäftigte
incl. Geschäftsleitung
Maschinen- und Anlagenbau
Kontakt:
Heike Hassink-Lah und
Stephan Bartels
Zeppelinstr. 7
49479 Ibbenbüren
Tel. 05459 / 93090
info@mbh-hassink.de
www.mbh-hassink.de
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel zum Erfolg!“
Das Unternehmen MBH wurde 1977 von Maschinenbauermeister Reinhard Hassink gegründet. Aus dem einstigen Schlosserbetrieb mit zwei Angestellten entwickelte sich ein Unternehmen mit modernster Technologie. Unter dem Motto „Expansion und Wachstum - von Anfang an bis heute“ wurde der Maschinenpark erweitert und 1990 am heutigen Standort eine moderne Produktionsstätte gebaut. Lasertechnik und Blechbearbeitung auf höchstem Niveau etablierten die Firma MBH auch als Systemlieferant und Partner der Industrie in Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland. Das große Engagement sowie die hohe Motivation der Belegschaft werden durch kontinuierliche Weiterbildung, individuelle Betreuung und ein betriebliches Gesundheitsmanagement gefördert.
Seit 2004 bietet das Unternehmen ihren Beschäftigten umfassende Maßnahmen zur Gesundheitsförderung an. Stephan Bartels als Diplom-Sportlehrer und
Gesundheitswissenschaftler erarbeitete und implementierte zusammen mit der Belegschaft und der Geschäftsführung ein Gesundheitsmanagementsystem. Inzwischen ist er bei MBH fest angestellt und genießt die volle Unterstützung der Geschäftsleitung und aller Führungskräfte, die mittlerweile sehr sensibel mit der eigenen und der Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umgehen.
So gibt es neben dem eigenen Fitnessraum regelmäßige Lauf- und Bewegungsangebote, ein gesundes Mittagessen und ein frisches Salatbüffet im Bistro Vital, ein verhaltenorientiertes Gesundheitsbonussystem, regelmäßige Herz-Kreislauf Checks, kostenloses Wasser und Nichtrauchertraining. Arbeitsergonomie, Stressreduktion, ein persönliches Krisenmanagement, eine feste Sprechstunde des Kooperationspartners Techniker Krankenkasse (TK) und das Thema Familienfreundlichkeit sind weitere Säulen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.
Besonders beeindruckte die Jury das neueste Projekt zur Vereinbarkeit der Pflege von Angehörigen mit dem Beruf. Heike Hassink-Lah, Prokuristin im Unternehmen, fasst das Engagement von MBH so zusammen: „Wir sind ein
mittelständischer Betrieb mit familiär denkender
Mitarbeiterschaft und Geschäftsführung. Daraus
resultiert, dass wir die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur als Arbeitskräfte sehen, sondern als individuelle Menschen wertschätzen. Ihre Zufriedenheit und Gesundheit sowie ihr soziales Umfeld und ihre
Bedürfnisse sind uns genauso wichtig.“ Dabei gilt es, eine Balance zwischen den Belangen der Beschäftigten, den Wünschen der Kunden und den Anforderungen des
Unternehmens zu finden. Nur so entsteht die notwendige
Zufriedenheit und Akzeptanz bei allen Beteiligten.
Sonderpreis Kleinstunternehmen
Sonderpreis Kleinstunternehmen
KFZ Armin Ressler
3 Beschäftigte
incl. Geschäftsleitung
Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk
Kontakt:
Armin Ressler
Bürener Str. 49
48317 Drensteinfurt
Tel./Fax 02508 / 984344
armin.ressler@t-online.de
„Die Zusammenarbeit muss ein Geben und Nehmen sein!“
Der Betrieb des KFZ-Meisters Armin Ressler konzentriert sich seit 20 Jahren auf die Reparatur von Kraftfahrzeugen unabhängig vom Fabrikat. Seine Ehefrau unterstützt ihn bei der Buchhaltung, ein KFZ-Geselle ist seit 10 Jahren angestellt. Ein weiterer Mitarbeiter soll in Kürze ins Team kommen. Die Art, wie Armin Ressler sein kleines Unternehmen führt, und das Miteinander mit seinem Gesellen faszinierte die Jury.
Der Unternehmer Ressler besitzt eine ausgesprochen positive Lebenseinstellung und überträgt diese mit großer Begeisterung auf andere. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für ihn persönlich ein wichtiger Punkt. Seiner Familienverantwortung ist er sich absolut bewusst, lebt seine Vaterrolle aktiv. Seine beiden Kinder betreute der Kleinunternehmer als Säuglinge schon vor 10 und vor 20 Jahren im Kinderwagen mitten in der Werkstatt. Dabei war die Pflege und Versorgung der Säuglinge für ihn völlig selbstverständlich. Ungewöhnlich war für ihn damals nur das Thema „Sauberkeit“. Seine Worte dazu: „Nie habe ich mir in meinem Leben häufiger die Hände gewaschen, als in dieser Zeit als ich die Kinder parallel zu meinen Autoreparaturen gewickelt und gefüttert habe.“ Heute bekocht Armin Ressler jeden Mittag seinen mittlerweile zehnjährigen Sohn und hilft ihm bei den Hausaufgaben.
Der schwerbehinderte Geselle des Betriebes gehört quasi mit zur Familie. Um dessen Gesundheit sorgt sich Armin Ressler so intensiv wie um seine eigene. Und auch auf eine angenehme Freizeitgestaltung seines Gesellens achtet er. So hat er dem Mitarbeiter kürzlich ein Hallenteil seines Betriebes zu besonders günstigen Konditionen verkauft, damit dieser seinem Hobby, der Restauration von Oldtimern, angemessen nachgehen kann. Selbst während seiner Freizeit kann der Geselle die bestens ausgestatteten betrieblichen Sozialräume und das betriebseigene Werkzeug uneingeschränkt nutzen. Armin Ressler fasst seine Einstellung zur Motivation seines bisherigen Mitarbeiters so zusammen: „Die Zusammenarbeit muss ein Geben und Nehmen sein. Nur wenn ich meinem Mitarbeiter etwas biete, kann ich auch erwarten, dass er mir etwas zurückgibt!





